WM-Tagebuch Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaft Dresden 2015 - Portrait Bernd Vökler

Portrait der Spieler von Thüringen auf der Senioren-Weltmeisterschaft

Bernd Vökler. (Foto: Karsten Wieland)

Heute Brett 3: FIDE-Meister Bernd Vökler

Kurze Vorstellung

  • 51 Jahre, zusammen lebend , 2 Kinder, Bundesnachwuchstrainer im DSB
  • Schatzmeister des Erfurter Schachklubs
  • Wohnort: Apolda
  • Verein: ESK

Welche Erwartungen verbindest Du mit der Senioren-Mannschafts-Weltmeisterschaft in Dresden?

Von mir kam die Idee zum Start hier in Dresden.

Eine Weltmeisterschaft als Spieler zu erleben, ist auch für mich eine neue Erfahrung. Als Trainer und Delegationsleiter des Deutschen Schachbundes habe ich bereits fast 20 Kinder-, Jugend- und Juniorenweltmeisterschaften auf 4 Kontinenten betreut.

Warum startest Du für die Thüringer Mannschaft?

Obwohl die Mehrheit der Mannschaft vom ESK ist, halte ich den Start unter dem Thüringer Label für eine gute Idee. Vielleicht können wir als Freistaat Thüringen in die Phalanx der Nationalmannschaften einbrechen.

Auf welche Schachgröße freust Du Dich besonders in Dresden?

  • Meinen alten Kumpel Karsten Volke, siehe ChessBase mein erstes Turnier 1981

Welches ist Deine interessanteste Partie in der ChessBase-Mega?

Stellung aus Vökler - Kramnik, Groningen (1991).

Stellung aus Vökler - Kramnik, Groningen (1991): Nicht besonders spektakulär, aber man bedenke den Schwarzspieler! Natürlich 0:1 später…

Was ist die Zielstellung der Mannschaft „Thüringen“ und von Dir persönlich?

  • Für die Mannschaft sehe ich einen Top-Fünf Platz als realistisch.
  • Persönlich möchte meine dritte und letzte IM-Norm unter Dach und Fach bringen!

Als Bundesnachwuchstrainer an Dich die Frage: Wie steht es um das Deutsche Nachwuchsleistungsschach?

Vermutlich haben alle die letzten Erfolge der „Prinzen“ aufmerksam verfolgt. Matthias Blübaum, Dennis Wagner und Alexander Donchenko befinden sich kurz vor der „magischen 2600-Schallmauer“. Insbesondere die herausragenden Resultate von Groningen (Alexander) und Gibraltar (Dennis) machen mir Hoffnung, dass bei 2650 noch nicht Schluss sein muss!

Über Vincent Keymer wurde bereits berichtet. Ich möchte keinen der Begriffe „Wunderkind“, „Rohdiamant“, „Juwel“ oder „Kinderstar“ verwenden! Zum einen sind sie meist negativ belegt und zum anderen sind wir bildlich gesprochen mit Vincent erst auf den ersten Kilometern eines Marathonlaufes!