In die 3. Runde ging am 19.06. das Fußball-Schach-Kombiturnier der Erfurter Vereine Empor und Medizin. Nachdem 2012 und 2014 jeweils sieben Mannschaften zuerst beim Kleinfeldfußball und anschließend im Blitzschach die Klingen kreuzten, erreichte man dieses Mal die maximale Teilnehmerzahl von acht.
Auf den Kunstrasenplätzen am Wustrower Weg wurden in Gruppen- und anschließenden Platzierungsspielen die Plätze ausgespielt. Schnell deutete sich die Klasse der Mannschaft „Freie Bettnässer“ an, die aber ihr Gruppenspiel gegen die SG Blau-Weiß Stadtilm trotz drückender Überlegenheit mit 0-1 verloren. In der Folge lief es in dieser Gruppe darauf hinaus, dass der Gastgeber im letzten Spiel gegen Stadtilm einen Sieg mit drei Toren Abstand benötigte. Früh führten die Stadtilmer mit 2:0 und die Sache schien bereits erledigt, ehe die Erfurter mit 4:2 in Front gingen und für spannende Schlussminuten sorgten. Doch das fünfte Tor fiel nicht mehr und so behielt Stadtilm das bessere Torverhältnis. Dieses war vom Veranstalter zu Turnierbeginn dem direkten Vergleich als Feinwertung vorgezogen worden…
Die zweite Gruppe war noch ausgeglichener besetzt und so ging es ähnlich knapp zu: Hier kassierten die „Lebensretter“ im letzten Gruppenspiel gegen Aufbau Elbe Magdeburg den späten Gegentreffer zum 0:1 und mussten sich mit dem Spiel um den fünften Platz begnügen. Neben den Magdeburgern zogen die fußbrothers aus Jena als Gruppensieger ins Halbfinale ein, während sich Vimaria Weimar mit dem letzten Gruppenplatz begnügen musste.
Im Halbfinale setzten sich die „Bettnässer“ souverän gegen Magdeburg durch, während es zwischen Stadtilm und den fußbrothers zum 9m-Schießen kam. In diesem konnten sich die Stadtilmer um ihren starken Torwart Raiko Siebarth durchsetzen. Im Finale zeigte sich dann ein ähnliches Bild wie im Gruppenspiel: Überlegene „Bettnässer“, denen es lange nicht gelingt ein Tor zu erzielen, und stets bei Kontern gefährliche Stadtilmer. Doch diesmal setzte sich der Favorit durch einen späten Treffer durch.
Nachdem Umzug ins Vereinsheim des SV Medizin Erfurt stand der zweite Teil auf dem Programm: In einem doppelrundigem Blitzturnier trafen die 6er-Mannschaften aufeinander. Hier zeigte sich, dass die Mannschaft der „Freien Bettnässer“ doch sehr auf Fußball ausgerichtet war. Dies war die Chance für Stadtilm, die mit einer traditionell starken Leistung im Schach gemeinsam mit den Löberitzern den geteilten 2. Platz belegten. Souveräner Sieger wurden hier die „Lebensretter“ mit den Internationalen Meistern Cliff Wichmann und Paul Hoffmann.
In der kombinierten Wertung gab es also mit der SG Blau-Weiß Stadtilm auch im dritten Anlauf einen neuen Sieger. Sie gewannen vor den „Lebensrettern“ und den fußbrothers. Letztere wiesen zwar die gleiche Platzziffer wie die Magdeburger auf, doch das bessere Abschneiden im Fußballturnier entschied für die Jenaer.
Insgesamt verlief die Durchführung des Turniers dank Helfern wie Hartmut Seele – in der Küche unterstützt von Uschi, Roberto und Max –, Stefan Koch, Johanna Bethge u. a. weitgehend reibungslos. Kleinere Probleme – fehlender Schlüssel zum Fußballplatz, defekter Computer – konnten gelöst werden. Allerdings zeigte sich, dass das Turnierformat mit der zeitintensiven Schachdoppelrunde gerade an einem Sonntag zu lang ist.
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