Deutsche Schulschachmeisterschaft mit GS „Erich Kästner“, „Otto Dix“ und Weida-Liebsdorf
Ein großartiges Erlebnis für jeden einzelnen Teilnehmer, das bleibende Eindrücke hinterlässt – die alljährlichen Deutschen Schulschachmeisterschaften (DSM)! In der Wertungsklasse „Grundschulen“ (WK G) kämpften diesmal insgesamt 347 Jungen und Mädchen unter guten Bedingungen im „Ahorn-Berghotel“ Friedrichroda (Thüringer Wald) um Punkte, Titel und Platzierungen. Unter den besten 66 Vierer-Teams aus allen Regionen Deutschlands, die sich bei den jeweiligen Landesmeisterschaften für das große Finale qualifiziert hatten, waren mit den Mannschaften der Erich-Kästner-Grundschule Gera (Thüringer Meister 2015), der Staatlichen Grundschule Weida-Liebsdorf (Vizemeister) und der Grundschule „Otto Dix“ Gera (Dritter) auch drei Vertretungen aus Ostthüringen, die mit durchaus bemerkenswerten Erfolgen zurückkehrten.
Das Team der GS „Erich Kästner“ (Betreuer: Übungsleiter mit Schulschachpatent Rüdiger Kopczak, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Schach, und Übungsleiter Uwe Drechsel, Abteilungsleiter Schach im VfL 1990 Gera) kam mit 22,0 Brettpunkten (BP) und 13:5 Mannschaftspunkten (MP) - in der WK G zählen die BP als erste Wertung – auf den beachtlichen siebenten Rang. Die Lusaner gewannen fünf Wettkämpfe, spielten dreimal unentschieden und verloren nur die Begegnung der Schlussrunde gegen den neuen Deutschen Meister Kinzigtalschule Gründau-Lieblos (Hessen) mit 1:3 Punkten. Adrian Aniol (8,0 Punkte) verließ in den neun Runden achtmal als Sieger das Spitzenbrett und war mit diesem Ergebnis einer der erfolgreichsten Spieler der gesamten Meisterschaft. Anna Sophie Gerber (4,0) löste ihre schwere Aufgabe an Brett 2 nach drei Niederlagen zum Beginn des Turniers mit insgesamt vier gewonnenen Partien recht ordentlich. Philipp Bärthel erzielte an Brett 3 mit drei Siegen und zwei Unentschieden ebenfalls gute 4,0 Punkte. Nico Müller (6,0) besiegte an Brett 4 fünf Gegner, spielte zweimal unentschieden und verlor nur zwei Partien – klasse.
Die Mannschaft der GS „Otto Dix“ - Deutsche Schachschule 2011 – (Betreuer: Klaus Amling, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Schach, und C-Trainer Dieter Hilbig, Abteilungsleiter Schach im Eisenbahner-Sportverein Gera) wurde mit 21,0 Brettpunkten und 10:8 Mannschaftspunkten Vierzehnter. Remis gab es bei den Untermhäusern nicht – sie gewannen fünf Kämpfe und verloren viermal. Durch den glatten 4:0-Sieg in der neunten Runde gegen die Berliner GS „Erich Kästner“ gelang noch ein kräftiger Sprung nach vorn in der Tabelle. Erfolgreichste Spieler waren Nikita Schubert mit 7,5 Punkten an Brett 2 (sieben Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage) und Magnus Müller mit 6,0 Punkten an Brett 3 (+5=2-2). Am Spitzenbrett erkämpfte Moritz Schulter beachtliche 4,0 Punkte (+3=2-4), und Richard Rühling kam an Brett 4 auf 3,5 Punkte (+3=1-5). Wilhelmine Engelhardt und Aaron Puschendorf spielten im Open-Turnier der Reservespieler und erkämpften mit 6,5 Punkten (+6=1-2) bzw. 6,0 Punkten (+6=0-3) die ausgezeichneten Platzierungen 12 und 15 unter 83 Startern. Als Sieger in der Kategorie „Deutsche Schachschulen“ wurde die Grundschule „Otto Dix“ Gera mit Sonderpokalen ausgezeichnet.
Die Vertretung der Staatlichen Grundschule Weida-Liebsdorf (Übungsleiter: Ernst Heinemann, Betreuer vor Ort: René Frank) beendete die DSM mit 20,0 Brettpunkten und ebenfalls 10:8 Mannschaftspunkten auf Rang 19. Die Liebsdorfer Schüler – ausnahmslos Jahrgang 2005 und jünger – waren aufgrund bisher fehlender Deutscher Wertungszahlen (DWZ) auf Platz 63 der Startrangliste gesetzt worden. Sie gewannen vier Wettkämpfe, spielten zweimal unentschieden und verloren dreimal. Marian Frank an Brett 4 (7,0 Punkte) gewann sieben Partien und verlor zweimal. Luca Franke an Brett 2 (6,0) besiegte sechs Kontrahenten und war dreimal der Unterlegene. Max Weiser an Brett 3 erreichte mit 4,5 die Hälfte der möglichen Punkte (+4=1-4). Marek Frank hatte am Spitzenbrett durchweg spielstärkere Gegner, gegen die er trotzdem einen Sieg und drei Unentschieden erkämpfen konnte – Kompliment! Reservespieler Fynn-Lennox Manck erzielte im Open-Turnier 4,0 Punkte (+3=2-4) und kam damit auf Rang 55. Als Sieger in der Sonderwertung „Mannschaft ohne DWZ“ wurde die Staatliche Grundschule Weida-Liebsdorf mit Sonderpokalen und Urkunden geehrt.
