Geraer Schach: Resümee der Spielzeit 2014/2015

Eine sehr erfolgreiche Spielzeit liegt hinter dem Geraer Schach. Mit begeisternden überlegenen Start-Ziel-Siegen steigen der SV Liebschwitz in die Oberliga und der VFL Gera in die Thüringenliga auf.

Bereits weit vorfristig stehen die beeindruckenden Erfolge der beiden Geraer Teams fest. VFL knackt hierbei sogar die 50-er Grenze bei den Spielpunkten: dies gelingt sehr selten einem Team! VFL setzt seinen stetigen Aufwärtstrend als Geras kompaktester Verein weiter fort. Er steht jetzt mit einem Thüringenligaaufsteiger, einem langjährigen Bezirksligateam und einem bereits teilweise etablierten Bezirksklasseteam fest und stabil in den Thüringer Ligen! Die Erste hat mit ihrem gestiegenen Leistungsvermögen beste Chancen, sich wieder fest in der Thüringenliga zu etablieren, wo sie zweifelsfrei jetzt mehr denn je hingehört!

Etwas anders ist die Szenerie bei Liebschwitz. Mit den exzessiv über Jahre abgeworbenen Elstertaler Spielern hat es jedenfalls bis jetzt keine rechte Freude gegeben. Der Haupteffekt der Abwerbung ist weniger die gestärkte Erste, vielmehr ist hierdurch das direkte Ende der bis hierher bereits rudimentären zweiten Vertretung erst einmal wie durch ein Wunder vertagt worden. Dies heißt, diese Abwerbung ist mehr ein Phänomen, dem durch den Geraer Schachförderverein sehr rege kräftig nachgeholfen worden ist (und weiter nachgeholfen wird). Jedenfalls wird die Spielerdecke mit jetzt vielleicht noch höchstens 6 thüringenliga- und erst recht oberligatauglichen Spielern bei Liebschwitz immer dünner. Dies heißt, die Oberligaspielzeit wird für Liebschwitz, ähnlich wie neulich bei Elstertal lediglich ein Sightseeingtörn ohne jede Konkurrenzfähigkeit. Dennoch ist die Oberliga  i m m e r  ein Event, welches sich die Aufstiegshelden ehrlich verdient haben und welches sie genießen sollten !!! Die Zweite der Liebschwitzer, die jetzt wieder 4(!) Ligen tiefer wie ihre Erste spielt, womit sich die riesige Schere zwischen den beiden Teams erneut  vergrößert, stabilisierte sich aus den erwähnten Gründen sogar soweit, daß sie am 9. Spieltag ein "Endspiel" um den Relegationsplatz der Bezirksklasse hinter dem überlegenen Meister Triebes gegen Pößneck erreichte, welches sie eng verlor.

Der bereits erwähnte EX-Oberligist Elstertal befindet sich mit dem zweiten Abstieg in Reihe derzeit im freien Fall. Trotz der sehr berechtigten Auflösung der Zweiten, die zu einem autarken Gebilde innerhalb des Vereines entartete, wurden mehrfach Bretter nicht besetzt- eine direkte Folge, der recht erfolgreichen Zersetzungstätigkeit des Elstertaler Schachzirkels durch den Geraer Förderverein. Dennoch reicht das derzeitige Potential der Elstertaler, um um den Meistertitel der Bezirksliga mitzuspielen.