Geraer Schach: Erstes Geraer Derby - VfL mit erstem Sieg

In der Bezirksliga kommt es am 3. Spieltag zum ersten der insgesamt 5 Geraer Derbys in dieser Spielzeit. Elstertal siegt erneut deutlich mit 5,5:2,5 gegen das etablierte Bezirksligateam des VfL Gera II. Beim auch in der Höhe jederzeit verdienten Sieg der Langenberger gelingt dem frischgebackenen VFL-Vereinsvizemeister Rüdiger Kopczak erst nach 5 h beim Stande von 5,5:1,5 der Ehrensieg der VFL-Spieler. Hiermit nehmen die Elstertaler als Landesklasseabsteiger in der für sie neuen Spielklasse endgültig Fahrt auf. Sie überflügeln als bisheriger Dritter Überraschungsspitzenreiter Meuselwitz, der daheim gegen Saalfeld mit 2,5:5,5 unter die Räder gerät und auf Platz vier zurückfällt. Als Zweiter liegt Elstertal jetzt mit 5:1 Punkten bei 15,5:8,5 Spielen einen Punkt hinter dem neuen Spitzenreiter Königsee, der nach einem engen 4,5:3,5-Sieg gegen Neuling Triebes mit 6:0 Punkten weiter über eine blütenweiße Weste verfügt. Königsee, welches sich ja mit mehreren Saalfelder Spielern verstärkte, bestätigt bis jetzt seine Favoritenrolle im Rennen um den Meistertitel. Elstertal Langenberg wäre sehr erfreut, wenn die jetzige Stelle im Zehnerfeld auch am Ende der Spielzeit Bestand hätte. Auch die dritte Stelle wäre für die Elstertaler jederzeit sehr erfeulich bei möglichst stets besetzten Brettern! Als Dritter ebenfalls bisher gut im Rennen: Zeulenroda mit der Präsidentin des Thüringer Schachbundes Diana Skibe als eine Spitzenspielerin mit 5:1 Punkten bei 14,5:9,5 Spielen.

Bereits jetzt ist erkennbar: die Bezirksliga ist zweigeteilt. Die obere Hälfte spielt um den Meistertitel und die "Treppchenplätze", die untere Hälfte gegen den Abstieg. VfL II befindet sich nach 3 Spielen gegen Spitzenteams der Bezirksliga mit etwa dem Gegenwert der Elstertaler (1:5 Punkte bei 9:15 Spielen) an 9.Stelle. Mit dem einen bisher erspielten Punktgewinn (gegen Zeulenroda)  bleiben die Aussichten des VfL II, die Klasse zu halten, jederzeit intakt.

Der erste Sieg eines VfL-Teams in dieser Spielzeit gelingt VfL III mit einem hart erkämpften 4,5:3,5-Sieg bei Neuling Meuselwitz in der Bezirksklasse. ESV II mit einem sehr überraschenden 4:4 gegen den Neuling und dennoch eindeutigen Staffelfavoriten Fußbrothers Jena, der mehrere oberligaerfahrene Spieler in seinen Reihen besitzt. Dennoch fällt ESV II hiermit als bisheriger Spitzenreiter auf Platz 4 , jedoch immer noch einen Platz vor den Fußbrothers zurück. Liebschwitz II mit einem 7:1-Kantersieg gegen Außenseiter Triptis. Hiermit ist Liebschwitz II mit 5:1 Punkten bei 17:7 Spielen bereits Zweiter! Neuer Spitzenreiter mit 6:0 Punkte bei 15:9 Spielen ist Saalfeld II. Wie in der Beziksliga ist dieses Feld ebenfalls zweigeteilt - sogar wesentlich extremer: in eine obere und eine untere Hälfte.

In der Thüringenliga haben die beiden Geraer Teams weiter einen schweren Stand, beonders VfL nach der dritten 2,5:5,5-Pleite (allerdings gegen 3 Spitzenteams der Thüringenliga) als Neunter mit 0:6 Punkten bei 7,5:16,5 Spielen. Jedoch folgen noch mehrere Gegner wie beispelsweise SC Suhl, Jenepharm Jena und nicht zuletzt ESV Gera auf Augenhöhe. Die Chancen auf den rettenden achten Platz bleiben auch hier völlig intakt.

In der Landesklasse sorgt Außenseiter SV Hermsdorf als Spitzenreiter mit 5:1 Punkten bei 14,5:9,5 Spielen allerdings knapp vor Arnstadt mit 5:1 Punkten bei 14:10 Spielen für Furore! Favorit Sömmerda ist derzeit lediglich Dritter. In der Oberliga verliert der Tabllenletzte SV Liebschwitz gegen den Vorletzten König Nied, die bisher über einen halben Brettpunkt mehr verfügte 3,5:4,5. Dennoch verläßt Liebschwitz mit jetzt 1:7 Punkten bei 11:21 Spielen die letzte Stelle, die jetzt Weimar nach dem 1:7-Debakel gegeg SK Marburg einimmt. Beide Thüringer Vertreter haben hier wie erwartet einen sehr schweren Stand!